Beitrag zur Tagung Endliche Ressourcen - unendliches Wachstum |
Ausstieg aus der WachstumsfalleSolidarischer Ausgleich statt "Kultur der Gier"
Nachhaltigkeit - eine christliche Tugend?Die Frage "Nachhaltigkeit – eine christliche Tugend?" beantwortet Wilfried Neusel vom Evangelischen Entwicklungsdienst (eed) (Bonn) zumindest hinsichtlich der biblischen Grundlagen mit "Ja". Fundament sei die Überzeugung, "dass die Schöpfung Gott gehört und die Menschen mit der umsichtigen Haushalterschaft beauftragt werden". Aus diesem Blickwinkel werde eine Ökonomie der Genügsamkeit und des solidarischen Ausgleichs favorisiert. Common sense aller christlichen Konfessionen sei es, "dass der Mensch Mittelpunkt und Ziel der Ökonomie ist, nicht das Kapital". Auch die Natur sei nicht nur Mittel zum Zweck und mehr als ein Warenlager. Als Schöpfung werde sie zum Resonanzraum der Herrlichkeit Gottes: "Nachhaltig ist nach biblischer Tradition alles, was dafür sorgt, dass die Schöpfung Gottes als Schauplatz seiner Herrlichkeit erkennbar bleibt. Pro erneuerbare EnergienDie Tagung im Rahmen des Netzwerkprojektes "Zukunftsfähigkeit Deutschlands in einer globalisierten Welt" blieb nicht bei der theoretischen Diskussion stehen, sondern stellte exemplarische Handlungsfelder zu Energie, Mobilität und Ernährungssicherung vor. Daniel Bannasch (Mannheim), Geschäftsführer von MetropolSolar Rhein-Neckar e.V., führte in seinem Beitrag vor Augen, dass der Energiehunger der Zukunft zu 100% mit erneuerbaren Energien zu stillen sei. Das bedeute die Ablösung der atomarfossilen Energieversorgung durch Energieeffizienz, Energieeinsparung und den Ausbau der Nutzung der erneuerbaren Energien. Großkraftwerke hingegen gefährdeten massiv den dringend notwendigen Umbau der Energieversorgung. Ralf Stieber, Karlsruhe, 23. November 2009 |