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 Herrenalber Protokolle 129:
Quelle: Evangelische Akademie Baden
Beiträge zu 90 Jahren Weltanschauungsarbeit in der Evangelischen Landeskirche in Baden
 

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Quelle: Evangelische Akademie Baden
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Beiträge zu 90 Jahren Weltanschauungsarbeit in der Evangelischen Landeskirche in Baden
 

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Quelle: Evangelische Akademie Baden
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Quelle: Evangelische Akademie Baden
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Demokratieförderung im Licht des Evangeliums

Akademiepreis und 70 Jahre Evangelische Akademie Baden

Die Arbeit aller Evangelischen Akademien in Deutschland wurde am 22. Otkober 2017 mit dem Bad Herrenalber Akademiepreis ausgezeichnet. "In diesem Jahr wird die Akademiearbeit als Ganzes gewürdigt  und damit all jene, die sich seit Jahrzehnten für die Idee der Akademien einsetzen: den Dialog der Theologie mit anderen Wissenschaften in der Gesellschaft zu fördern", sagte die Vorsitzende des Freundeskreises, Dr. Alexa Maria Kunz (Karlsruhe). Gleichzeitig werde auch die Zukunft der Akademiearbeit in den Blick genommen: das Preisgeld von 2500 EUR soll für ein jugendpolitisches Kooperationsprojekt verschiedener Akademien in Deutschland verwendet werden.

Quelle: Ralf Stieber, Karlsruhe
Dr. Alexa Maria Kunz mit Claudia Rauch und Dr. Klaus Holz (v.l.)
Quelle: Ralf Stieber, Karlsruhe
Dr. Alexa Maria Kunz
Quelle: Ralf Stieber, Karlsruhe
Prof. Dr. Traugott Schächtele
Quelle: Ralf Stieber, Karlsruhe
Akademiekollegium mit dem Vorstand des Freundeskreises
Quelle: Ralf Stieber, Karlsruhe
Musikalisches Gestaltung der Preisverleihung durch das Duo YuNiKa
Quelle: Ralf Stieber, Karlsruhe
Festlicher Gottesdienst in der Kapelle

Nachhaltige Demokratieförderung

Prälat Prof. Dr. Traugott Schächtele (Schwetzingen) sagte in seiner Laudatio, der Freundeskreis habe anlässlich des 70. Geburtstag der Evangelischen Akademie Baden "in einer Art elementarer Unterbrechung der Praxis" beschlossen, die Idee der Evangelischen Akademien auszuzeichnen. Die Akademien erhielten den Preis für ihre Bildungsarbeit sowie ihre nachhaltige und innovative Demokratieförderung.

Doppelte Zielrichtung

Die Entscheidung dafür habe eine doppelte Zielrichtung: Gewürdigt würden zum einen sieben Jahrzehnte erfolgreicher Akademiearbeit, da fast alle Evangelischen Akademien Deutschlands vor etwa 70 Jahren in der Nachkriegszeit zur Bewältigung der anstehenden gesellschaftlichen Fragen gegründet wurden. Zum anderen sei es "ein Bekenntnis zur Zukunft der Arbeit Evangelischer Akademien in einem durchaus nicht einfachen Umfeld". Schächtele wies darauf hin, dass der rasante Wandel der Welt und das diffuse Gefühl, viel gerate aus den Fugen, die Arbeit Evangelischen Akademien keinesfalls erledigt habe. Es mache die Akademiearbeit eher "zu einer Bedingung des Überlebens."

Einvernehmliche Lösung gesellschaftlicher Probleme

Für die Auszeichnung bedankten sich der Generalsekretär der Evangelischen Akademien in Deutschland e.V., Dr. Klaus Holz (Berlin) und Claudia Rauch (Karlsruhe),  Referentin für gesellschaftliche Jugendbildung der Evangelischen Akademie Baden, für deren Arbeitsbereich das Preisgeld vorgesehen ist. Holz betonte, Evangelische Freiheit bedeute auf keinen Fall die Freiheit "von" der Welt, sondern rufe im Gegenteil zu ihrer Gestaltung auf. Dazu leisteten die Evangelischen Akademien einen wesentlichen Beitrag mit ihren besonderen Angeboten des gesellschaftlichen Diskurses. Zentral sei dabei eine Kultur, "die Widersprüche, Macht und Interessen nicht verschweigt, sondern zivilisiert". Akademiearbeit ziele auf eine demokratische und einvernehmliche Lösung gesellschaftlicher Probleme.

Umfassender Bildungsbegriff

Die Pflege dieser Diskurskultur verweise auf einen "umfassenden Bildungsbegriff, der neben Sachverstand auch Kritikfähigkeit und Herzensbildung einschließt". Einsicht und Empathie müssten stets zusammengeführt werden: "Einsicht in die Komplexität gesellschaftlicher Probleme, Empathie für Andere, für andere Perspektiven und Interessen." Das Gebot der Nächstenliebe fordere zu einem demokratischen Miteinander im Hier und Jetzt auf.

Ort der Gastfreundschaft

Akademiedirektorin Arngard Uta Engelmann (Karlsruhe) bezeichnete im Festgottesdienst vorher die Evangelischen Akademien als "Orte der Gastfreundschaft und des kontrollierten Austauschs". Sie seien in ihrem Wesenskern Institutionen "wider das Vergessen der Antworten Gottes für unser Leben". Die Akademien hätten eine Schlüsselposition, um "die für alle Menschen lebensförderlichen Ordnungen Gottes aus innerer Überzeugung heraus ins Gespräch zu bringen".

Der Gottesdienst wurde musikalisch gestaltet von Prof. Dr. Michael G. Kaufmann (Karlsruhe)  an der Orgel, die Preisverleihung vom Duo YuNiKa (Karlsruhe). Im Anschluss an die Preisverleihung wurde das Multimedia-Projekt  der Evangelischen Akademie Baden anlässlich von 70 Jahren Akademiearbeit mit dem Titel "Zwischen Rückblick und Selfie" vorgestellt. 

Ralf Stieber, Karlsruhe, 23. 10. 2017

 

Laudatio

 

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