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Evangelischen Akademie Baden

Evangelische Akademie Baden
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76133 Karlsruhe
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Fax (0721) 9175-25363
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Jahr der Bibel 2003

Die Kirchen erklärten das Jahr 2003 zum „Jahr der Bibel“ . Auch die Evangelische Akademie Baden beteiligte sich mit mehreren Veranstaltungen.

Geschichten vom Tod, der Liebe und dem Leben

In Bad Herrenalb fand zusammen mit der Theologischen Fakultät Heidelberg eine Tagung mit dem Titel „Geschichten vom Tod, der Liebe und dem Leben“ statt, die neue theologische Zugänge zum Buch der Bücher vermittelte. Den Einleitungsvortrag hielt Landesbischof Dr. Ulrich Fischer. Weitere Beiträge von Dr. Dorothea Erbele-Küster wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Alttestamentliche Theologie der Universität Heidelberg; Professor Dr. em. Manfred Fuhrmann. Latinistik an der Universität Konstanz; Dr. Annette Merz Dozentin für das Neue Testament und seine jüdische und hellenistische Umwelt an der Universität Utrecht,Niederlande; Professor Dr. Manfred Oeming, Ordinarius für Alttestamentliche Theologie am Wissenschaftlich-Theologischen Seminar der Universität Heidelberg; Professor Dr. Dr. hc. mult. Gerd Theißen Professor für Neutestamentliche Theologie am Wissenschaftlich-Theologischen Seminar der Universität Heidelberg; Joachim Vette Promovent und wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Alttestamentliche Theologie der Universität Heidelberg.

Die Tagung ist in der Reihe Herrenalber Forum (Band 39) dokumentiert.

Bibel in dürftiger Zeit

Darüber hinaus setzte die von der Evangelischen Stadtkirchengemeinde Karlsruhe, der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe und der Evangelischen Akademie veranstaltete Vortragsreihe „Bibel in dürftiger Zeit“ geistig geistliche Akzente. Die Abendveranstaltungen in der Kleinen Kirche Karlsruhe zeigten in monatlicher Folge, wie heute eine intensive Auseinandersetzung mit der Bibel aussehen kann. Dazu luden Dr. Dieter Splinter, Evangelische Stadtkirche Karlsruhe, Prof. Dr. Hansgeorg Schmidt-Bergmann, Literarische Gesellschaft Karlsruhe und Dr. Jan Badewien, Evangelische Akademie Baden ein.

Zu den Highlights gehörte die Frage nach dem Frieden, damit setzte sich der Theologe Joachim Gauck (Berlin) auseinander, der 2012 Bundespräsident wurde. Aber auch in dem Beitrag „Magdalena am Grab“ des Schriftstellers Patrick Roth (Los Angeles) wurde die zeitlose Kraft der Bibel deutlich: Sie enthält Grundmuster unseres menschlichen Verhaltens, unserer abendländischen Weltdeutung und -gestaltung und Orientierung in ethischen wie existentiellen Fragen.

Die Vorträge sollten dazu beitragen, die Verwurzelung in der biblisch-christlichen Tradition bewusst zu machen und damit Wegweisung in wegloser Zeit zu sein.

 Vorträge

 

20. Februar: Bibel und Friede
Dr. hc. Joachim Gauck (Berlin)
Theologe und Publizist. Von Dezember 1991 bis Oktober 2000 Bundesbeauftragter
für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR.
„Sie sagen: Friede! Friede! Und ist doch kein Friede!“ (Jeremia 6, 14)

 20. März: Bibel und Literatur
Patrick Roth (Los Angeles)
Schriftsteller, Drehbuchautor, Regisseur
„Man hat meinen Herrn weggenommen und ich weiß nicht, wohin man ihn gelegt hat (5. Mose, 17, 19)

24. April: Bibel und Widerstand
Prof. Dr. Peter Steinbach (Karlsruhe)
Historiker, Leiter der Forschungsstelle "Widerstand" gegen den Nationalsozialismus
im deutschen Südwesten an der Universität Karlsruhe
„Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“ (Apostelgeschichte 6, 29)

22. Mai: Bibel und Kunst im 20. Jahrhundert
Prof. Dr. Jutta Held (Osnabrück),
Kunsthistorikerin
„... Wir sollen nicht meinen, die Gottheit sei gleich den goldenen,
silbernen und steinernen Bildern, durch menschliche Kunst und Gedanken gemacht.“ (Apostelgeschichte 17, 29)

26. Juni : Bibel und Theater
Prof. Dr. Jan Knopf (Karlsruhe)
Literaturwissenschaftler, Professor am Institut für Literaturwissenschaft und
Leiter der Arbeitsstelle Bertolt Brecht an der Universität Karlsruhe
„... Sie stürmten einmütig zum Theater...“ (Apostelgeschichte 19, 29)

24. Juli : Bibel und Musik
Prof. Rolf Schweizer (Freiamt)
Kirchenmusikdirektor i.R., lange Jahre Landeskantor für Mittelbaden,
Bezirkskantor in Pforzheim, Chorleiter und Komponist
„Wie ein Rubin auf einem Goldring leuchtet, so ziert Musik das Festmahl.“ (Sirach 37, 7)

25. September: Bibel und Zeit
Prof. Dr. Klaus Engelhardt (Karlsruhe)
Theologe, Religionspädagoge, Landesbischof i. R. der Evangelischen Landeskirche,
Mitglied des Zentralausschusses des Ökumenischen Rates der Kirchen.
„Ein jegliches hat seine Zeit.“ (Prediger 3, 1)

23. Oktober: Bibel und Bildung
Dr. Petra Bahr (Heidelberg)
Journalistische Ausbildung, Studium von Philosophie und Theologie,
Referentin für Theologie an der Forschungsstelle der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) in Heidelberg
„Wenn dich nun dein Sohn morgen fragen wird...“ (5. Mose 6, 20)

20. November: Bibel und Koran
Priv.-Doz. Dr. Michael Bergunder (Heidelberg)
Habilitation an der Universität Halle, lehrt Religionswissenschaft und Missionswissenschaft
an der Universität Heidelberg
„Und er fing an, zu ihnen zu reden: ‚Heute ist dieses Wort der Schrift erfüllt von euren Ohren‘.“ (Lukas 4, 21)